Berufsunfähigkeitsrente

Die Mitglieder des Versorgungswerks der Ärztekammer Hamburg haben Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente, sofern die Voraussetzungen der Berufsunfähigkeit gemäß § 10 des Versorgungsstatuts erfüllt sind.
Demnach ist ein Mitglied berufsunfähig, wenn dessen Fähigkeit zur Ausübung einer jeden Erwerbstätigkeit, zu der ärztliche Ausbildung berechtigt und bei der ärztliche Ausbildung überwiegend verwendet werden kann, infolge von Krankheit oder anderen Gebrechen oder von Schwäche seiner körperlichen und geistigen Kräfte auf nicht absehbare Zeit vollständig entfallen ist und wenn das Mitglied aus den hier aufgezählten Gründen seine gesamte ärztliche Tätigkeit eingestellt hat. Bei eingeschränkter Berufsunfähigkeit bleibt die Nichtumsetzbarkeit auf dem Arbeitsmarkt für den Anspruch auf Leistung außer Betracht, d.h. Berufsunfähigkeitsrente wird nur gewährt, wenn 100%ige Berufsunfähigkeit auf nicht absehbare Zeit vorliegt. Entscheidend ist, dass das Mitglied seine gesamte ärztliche Tätigkeit aufgrund der Berufsunfähigkeit eingestellt hat. Das ist nicht der Fall, wenn das berufsunfähige Mitglied zwar die oben geschilderten Voraussetzungen der Berufsunfähigkeit erfüllt, aber Einkünfte aus seiner Praxis erzielt, die durch einen Vertreter weiter geführt wird.
Berufsunfähigkeit im Sinne des Statuts liegt auch nicht vor, solange lediglich Arbeitsunfähigkeit besteht; insbesondere wenn Krankengeld in Anspruch genommen werden kann. Ein Mitglied, das bereits in die Altersrente eingewiesen wurde, kann nicht mehr berufsunfähig im Sinne des Statuts werden. Der Anspruch auf Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente endet mit Beginn der Altersrente.
Die Höhe der Berufsunfähigkeitrente hängt vom Jahr des Eintritts der Berufsunfähigkeit ab:

Beginn der Berufsunfähigkeit Höhe der BU-Rente in % der Altersrente
2016 84%
2017 82%
2018 und später 80%