Höherversorgung

Die Mitglieder des Versorgungswerks können einmal jährlich einen Beitrag zur zusätzlichen Höherversorgung entrichten. Dieser muss mindestens 500 Euro betragen und darf zusammen mit den übrigen im jeweiligen Jahr geleisteten Versorgungsbeiträgen nicht mehr als das Doppelte des Höchstbeitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung (in 2017 also 28.498 Euro) betragen. Aus den zusätzlichen Höherversorgungsbeiträgen erhält das Mitglied eine zusätzliche Anwartschaft auf Alters- bzw. Berufsunfähigkeitsrente, die anders errechnet wird als die Hauptanwartschaft: Anstelle des Multiplikators des Mitglieds wird für die Verrentung jedes einzelnen Jahresbeitrags zur zusätzlichen Höherversorgung ein separater altersabhängiger Faktor herangezogen, der umso höher ist, je niedriger das Alter, in dem das Mitglied den zusätzlichen Höherversorgungsbeitrag leistet (da der Jahresbeitrag umso länger dem Versorgungswerk zur Kapitalanlage zur Verfügung steht und damit umso höher verzinst wird). Da es sich jeweils um Einmalbeiträge handelt (das Mitglied kann jedes Jahr von neuem entscheiden, ob es einen weiteren zusätzlichen Höherversorgungsbeitrag leistet), werden bei der Berechnung der Anwartschaft aus der zusätzlichen Höherversorgung keine Zurechnungszeiten berücksichtigt, es wird also nicht hochgerechnet, wie hoch die Altersrente sein wird, wenn bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters laufend weitere zusätzliche Höherversorgungsbeiträge geleistet werden. Die Beiträge zur zusätzlichen Höherversorgung können mit dem (bis zu 1,3-fachen) erhöhten Versorgungsbeitrag nach § 29 des Versorgungsstatuts beliebig kombiniert werden. Was günstiger ist, richtet sich vor allem nach dem Eintrittsalter des Mitglieds ins Versorgungswerk.